Bernd Wenske: „Im War for Talents von ausländischen Fachkräften profitieren!“

Fachkräftemangel: Die Selbsttäuschung hat ein Ende

Wer heute noch behauptet, der Fachkräftemangel sei eine übertriebene Erfindung, hat den Kontakt zur Realität verloren. Schon heute fehlen über 300.000 qualifizierte Kräfte in den Naturwissenschaften – ohne Zuwanderer läge diese Zahl bei über einer halben Million. Während sich in manchen Branchen noch immer über „überzogene Erwartungen“ oder „mangelnde Bewerberqualität“ beklagt wird, haben andere längst gehandelt. Die IT-Branche etwa zeigt, wie es geht: Sie rekrutiert gezielt weltweit und profitiert von vielfältigen, hochqualifizierten Teams.

Ohne internationale Fachkräfte geht es nicht

Es ist höchste Zeit, eine unbequeme Wahrheit anzuerkennen: Ohne gut qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland kommen wir nicht zurecht. Punkt. Die demografische Entwicklung allein sorgt dafür, dass selbst ambitionierte Nachwuchsprogramme in Deutschland den Bedarf nicht decken können. Wer glaubt, man müsse nur „attraktiver für Talente im Inland“ werden, verwechselt kosmetische Maßnahmen mit einer echten Strategie. Unternehmen, die erfolgreich bleiben wollen, müssen global denken – und lokal exzellent integrieren.

Was andere schon verstanden haben

In der IT und im Gesundheitswesen war der Schmerz früh zu spüren. Beide Sektoren haben verstanden, dass Zögern teurer ist als Mut. Sie investieren in interkulturelle Teams, Sprachförderung und klare Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse. Das Ergebnis: funktionierende Strukturen und ein entscheidender Vorsprung im Wettbewerb.

Was jetzt zu tun ist

HR darf nicht länger Feuerwehr spielen, wenn der Laden schon brennt. Personalmanagement muss heute strategisch global ausgerichtet werden. Dazu gehören internationale Rekrutierungspartnerschaften, transparente Prozesse zur Qualifikationsbewertung und eine Willkommenskultur, die diesen Namen verdient. Wer jetzt handelt, sichert Zukunftsfähigkeit. Wer weiter abwartet, spielt gegen die eigene Wettbewerbsposition.

Mehr zum Thema zukunftsfähiges Personalmanagement unter https://berndwenske.com/vor-ort/

Deutsche Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, geeignetes qualifiziertes Personal zu finden. Sie kämpfen um die besten Nachwuchskräfte und Top-Absolventen (War-for-Talents). Da sich die Situation aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird, möchte die Bundesregierung durch ein neues Einwanderungsgesetz mehr ausländische Fachkräfte auf den deutschen Arbeitsmarkt locken. Nur durch eine gelingende Einwanderungssteuerung kann dem Fachkräftemangel effektiv entgegengewirkt und damit die Zukunftsfähigkeit Deutschlands gesichert werden.

Die Wirtschaftsunternehmen am deutschen Markt, aber auch Behörden und Verwaltungen, müssen immer härter um die besten Fachkräfte kämpfen. Sie schaffen zum Beispiel besondere Anreize, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und Bewerber von sich zu überzeugen sowie sie langfristig zu binden.

Mit den geplanten gesetzlichen Änderungen gelingt dies jedoch nicht, da sie neue Hürden schaffen, statt Fachkräften aus Nicht-EU-Staaten die Einreise zu erleichtern.

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