Bis zu 10 Männer, Frauen und Kinder täglich durch Landminen verletzt - Bernd Wenske
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Bis zu 10 Männer, Frauen und Kinder täglich durch Landminen verletzt

Nach Zahlen der Vereinten Nationen gab es 2016 weltweit offiziell mehr als 8600 durch Minen getötete Menschen. Die Zahl der Verletzten liegt bei geschätzt 20.000. Das bedeutet, pro Tag werden irgendwo auf der Welt 55 Männer, Frauen und Kinder von Landminen verwundet oder getötet! Und die Dunkelziffer liegt noch viel höher.
Weltweit sind 64 Länder mit Minen verseucht. Die Zahl der Opfer steigt jährlich, die Aufwendungen zur Beseitigung der Gefahren gehen international zurück.

Und es wird immer schlimmer.

Monatelang bombardiert die Allianz in Syrien die von IS „Islamischer Staat“ übernommene Stadt Raqqa. Der IS hat sich zurück gezogen. Übrig geblieben sind neben vielen nicht detonierten Bomben und Missiles eine noch nie in der Geschichte dagewesene Konzentration von Landminen. In jedem Haus, in jedem Raum, auf jedem Quadratzentimeter in der Stadt finden sich nicht explodierte Landminen.

Die ehemaligen Bewohner von Raqqa kehren langsam zurück. Im Februar 2018 waren es schon 60.000. Bis zu 10 Menschen erlitten in diesem Monat täglich die schwersten Verletzungen durch die vom IS ausgelegten Landminen — allein in dieser Stadt!